Freitag, 8. Mai 2009

Die Stadt der zwei Gesichter

Mit dem Bus in Kambodschas Hauptstadt angekommen, wurden wir von einem heftigen Monsun überrascht. So heftig, dass die meisten Straßen 10-15 cm Unterwasser standen. Angefeuchtet von oben und unten erreichten wir unser Guesthouse.

Von Phnom Penh, Cambodia


Nach dem späten Einchecken sind wir noch in der Nachbarschaft in einer Garküche gelandet, wo sie es mit dem Essen, aber vor allem auch bei der Biermenge gut mit uns meinten. Für die erste Nacht vielen wir reichlich bedudelt in die Kissen.

Von Phnom Penh, Cambodia


Leider war an Schlaf trotzdem nicht so recht zu denken. Ein paar Briten machten in der Bar gegenüber die Nacht zum Tage und die Feier löste sich erst auf, als gegen 03:00 Uhr in Phnom Penh für ca. 30 Minuten der Strom ausfiel.

Die kommenden beiden Tage verbrachten wir damit die Stadt etwas näher kennen zu lernen. Und was wir da sahen war in vieler Hinsicht verwirrend. Nichts was wir bislang in Südostasien gesehen haben war so extrem in den Kontrasten wie Phnom Penh. Nach unserem Eindruck waren sich Reichtum und Armut, Yuppies und Bettler, Prunk und Müll, Tempel und Straßenstrich nirgendwo sonst so nah wie in dieser Stadt – oft nur einen Häuserblock voneinander entfernt.

Von Phnom Penh, Cambodia


Viele Straßen waren kaum begehbar, da der sich dort auftürmende Müll so dermaßen zum Himmel stank. Selbst die für den ausländischen Geldbeutel „optimierte“ Flaniermeile am Flussufer war eine einzige Baustelle. Nein, uns hat Phnom Penh nicht wirklich gut gefallen. Doch um in die Geschichte Kambodschas einzusteigen und die Entwicklungen rund um die roten Khmer zu verstehen, ist ein Besuch im Museum S21 eine beeindruckende und zugleich beklemmende Erfahrung. Und dennoch war es, neben dem Besuch des National-Museums, das Highlight unseres Hauptstadt-Aufenthaltes.

Von Phnom Penh, Cambodia

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